Sicherheit durch Redundanz

Die Verkabelung eines Campus (auch Primärverkabelung oder Arealverkabelung), verbindet die Gebäude auf einem Firmengelände innerhalb eines Standortes. Zentrale Anschlusspunkte der Verkabelung im Primärbereich sind die Standortverteiler (Campus Distributor) und die Gebäudeverteiler (Building Distributor). Die verlegten Kabel bezeichnet man als Primärkabel (Campus Backbone Cable).

Bei der Campusverkabelung ist neben einer Stern- auch eine Ringstruktur möglich, wobei für hohe Verfügbarkeitsanforderungen an das Netz heute bevorzugt ringförmige Verkabelungen zum Einsatz kommen. Die dem Ring innewohnende Redundanz erlaubt dem Anwender wie auch dem Netzadministrator, bei Ausfall von Kabelstrecken die Kommunikation über Alternativzweige, so genannte Backup-Pfade, fortzusetzen. Damit werden große Schäden durch Netzzusammenbrüche vermieden. Für besonders hohe Sicherheitsansprüche (Banken, Kernkraftwerke, Flughäfen u.a.) sind auch doppelte, getrennt verlegte Ringstrukturen vorteilhaft.